Neembäume für die Zukunft Der Neembaum ist für die Rekultivierung der gerodeten Landschaften wie geschaffen. Sein schnelles Wachstum, tiefreichendes Wurzelwerk und beste CO² Bilanzen machen ihn zum Klimaverbesserer der ersten Wahl.Die Erosion wird gestoppt und schafft genügend Widerstand gegen das in Peru immer wiederkehrende El Niño–Phänomen. Mit seiner schnell wachsenden Biomasse und als stabiler Windschutz können sich die ausgelaugten Böden schnell regenerieren und zu fruchtbaren Landschaften entwickeln.   Durch seine Eigenschaften wird der indische Neembaum als der Baum zur Lösung vieler globaler Probleme gerühmt. Umso erstaunlicher ist es, dass seine massive Verbreitung bisher -vor allem in Armutsgebieten- nicht eher forciert wurde. Neem liefert in einer kurzen Zeit eine enorme Biomasse, von der alle Bestandteile des Baumes einen hohen Nutzwert haben. Selbst der Presskuchen als Rückstand von der Ölherstellung, sowie die Blätter, sind ein hochwertiges Viehfutter und können als Düngemittel eingesetzt werden. Warum der Neembaum?   Der Neembaum, lat. Azadirachta indica, gehört zur Familie der Mahagonigewächse und hat sein Ursprung in Indien, Pakistan und Burma. Wegen seiner robusten Eigenschaften wurde er durch den Menschen in weite Teile der Welt verbreitet. Seine Wachstumsbedingungen sind nicht auf bestimmte Bodenstrukturen beschränkt, solange der Boden halbwegs durchlässig ist. So toleriert er gute nahrhafte Böden genau so, wie nahrungsarme Sandböden. Seine Temperaturtoleranz ist ziemlich hoch. Bei Temperaturen um die 32° C fühlt sich der Neembaum richtig wohl, toleriert aber auch Temperaturen bis 50° C. Bei unter 5° C verliert der Neembaum sein Blattwerk und geht ein. Der Neembaum ist ein sehr schnell wachsender Baum, der es bei günstigen Bedingungen bis zu 4 m im ersten Jahr schafft. Das immergrüne Gewächs erreicht eine durchschnittliche Höhe von 15 bis 20 m, kann allerdings unter besonderen Einflüssen eine Höhe von bis zu 35 m erreichen. Der Neembaum erreicht ein Alter von bis zu 200 Jahren. Die Robustheit und die Unempfindlichkeit des Neembaums gegenüber Trockenheit sind seine Stärken. Es kann vorkommen, dass der Neembaum sein Blattwerk abwirft um sich vor Trockenheit zu schützen. In Gebieten mit einer durchschnittlichen Regenmenge von 400 bis 1200 mm kann er gut überleben. Er kommt sogar mit weniger Niederschlagsmenge aus, wenn es genügend Grundwasser gibt. Sein Wurzelwerk besteht aus einer sehr starken Hauptwurzel, die senkrecht in den Boden geht und durchaus die doppelte Tiefe, wie der Baum hoch ist, erreichen kann. Das weitere Wurzelwerk ist nicht sonderlich ausladend, sorgt aber für eine hohe Festigkeit der Bodenstruktur. Der Neembaum ist ein einhäusiges Gewächs. Er hat sowohl männliche wie auch weibliche Blüten und trägt erstmals nach ca. 4 Jahren Früchte, deren Samen allerdings nur ca. 6 Wochen keimfähig sind. Den höchsten Fruchtertrag erzielt der Neembaum nach ca. 10 Jahren, wo ein Baum mehr als 50 kg Früchte tragen kann. © by Plan Verde e.V.  2009 -2013 Webmaster: Stephan Krüger weiterlesen zurück